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Von einem Anwenderprogramm soll eine Eingabemaske getestet werden. Die Eingabemaske besteht aus drei Eingabefeldern. Wieviele...

Fragen-ID

1083

test

Übungsfrage

Von einem Anwenderprogramm soll eine Eingabemaske getestet werden. Die Eingabemaske besteht aus drei Eingabefeldern. Wieviele Testfälle sind für eine vollständige Äquivalenzklassenabdeckung, eine Grenzwertanalyse mit zwei Werten und für eine Grenzwertanalyse mit drei Werten notwendig.

richtig

Äquivalenzklassenabdeckung: 3; Grenzwertanalyse mit zwei Werten: 6; Grenzwertanalyse mit drei Werten: 6

wrong

Äquivalenzklassenabdeckung: 3; Grenzwertanalyse mit zwei Werten: 3; Grenzwertanalyse mit drei Werten: 3

wrong

Äquivalenzklassenabdeckung: 3; Grenzwertanalyse mit zwei Werten: 3; Grenzwertanalyse mit drei Werten: 6

wrong

Äquivalenzklassenabdeckung: 3; Grenzwertanalyse mit zwei Werten: 6; Grenzwertanalyse mit drei Werten: 9

Lösungshinweis

Ein TF der Äquivalenzlassenmethode besteht immer aus einem Repräsentanten (RP) einer gültigen ÄK in Kombination mit einem RP einer ungüligen ÄK. (niemals mit zwei ungültigen, da schon ein TF mit einem RP einer ungültigen ÄK das gewünschte Fehlerbild zeigt)
Ein Feld hat einen gültigen Bereich und einen ungültigen Bereich. Aus jedem einen Repräsentanten auswählen ergibt die vollständige ÄK-Abeckung mit 3TF.
 
Feld 1 (Vorname)
Feld 2 (Geburtsdatum)
Feld 3 (Passwort)
 
TF1: GÄK:Mathias - "25.03.1979" - UÄK:(falsches PW)
TF2: GÄK:Jürgen - UÄK:"49.14.9999" - GÄK:Korrekte PW
TF3: UÄK: "123" - GÄK:"13.02.1973" - GÄK:Korrekte PW
 
Die obere und unteren Schranken kommen erst bei der Grenzwertanalyse in's Spiel. Vollständige ÄK heißt wie bereits erwähnt ein RP aus gültigen und ungültigen Bereich.

Kommentare

Hallo zusammen,ich habe eine

Hallo zusammen,
ich habe eine andere Meinung zu der Anzahl der Testfälle für die

Äquivalenzklassen:

Anzahl Testfälle (minimal ist hier gesucht) = höchste Anzahl gültiger Klassen eines Parameters + alle ungültigen
Zur Aufgabe: 3 Felder mit je einer gültigen und je einer ungültigen -> Anzahl Testfälle = 1 + (1+1+1) = 4

Bei der Lösung wie in der Tabelle dargestellt fehlt aus meiner Sicht der Testfall mit nur gültigen Representanten.


Grenzwerte gibt es aus meiner Sicht überhaupt keine. Was soll der Grenzwert zwischen der gültigen Klasse "Jürgen" und der ungültigen Klasse "123" sein? Hier gilt der Grundsatz: keine Grenzwerte bei Klassen mit diskreten Werten. Es gibt ja schließlich auch kein Grenzwert zwischen true und false.

Damit ist die Fragestellung insgesamt zur hinterfragen.  :-/
Andere Meinungen dazu?

Grüße
Matthias 

Frage ist m.E. unvollständig oder unklar

Hallo Allerseits

Ich sehe das ähnlich wie Matthias:

Bei Äquivalenzklassen fehlt eine Zeile mit nur gültigen Ausprägungen für alle 3 Parameter. Zudem muss man, um auf obige Lösung zu kommen, m.E. annehmen, dass es pro Eingabefeld genau eine gültige und genau eine ungültige Äquivalenzklasse gibt.

Bei den Grenzwerten habe ich auch so meine Probleme: Ich kann mir Grenzwerte beispielweise bzgl. Länge des Eingabefeldes vorstellen o.ä. Aber dafür muss ich Annahmen treffen, die m.E. so in der Fragestellung nicht ersichtlich sind.

Beste Grüsse

Ralf

Grenzwertanalyse mit 3 Werten nicht gleich 9?

Hallo,

könnte jemand mir erklären warum die Antwort von Grenzwertanalyse mit 3 Werten: 6 ist?

Vielen Dank.

Hallo,die Tabelle im

Hallo,

die Tabelle im "Lösungshinweis" unterhalb der Frage enthält exakt die Lösung. Der Grund warum es bei einer Grenzwertanalyse mit 3 Werten 6 Testfälle sind, liegt daran, dass pro Grenze 3 Werte benötigt werden. Da eine Äquivalenzklasse immer 2 Grenzen hat, nämlich eine untere Grenze (im Lösungshinweis abgekürzt mit UG) und eine obere Grenze (im Lösungshinweis abgekürzt mit OG) ergibt sich pro Eingabefeld 2 x 3 = 6 Testfälle. Wie du weiterhin im Lösungshinweis siehst, kann man die Testfälle so intelligent bilden, dass pro Testfall immer nur ein ungültiger Wert auftaucht (im Lösungshinweis in der Farbe rot). Es darf nämlich nie passieren, dass pro Testfall mehr als ein ungültiger Wert vorkommt.

Wenn du weitere Infos benötigst, einfach nochmal hier melden bitte!

Viele Grüße,

die Redaktion

Widerspruch?

Danke!

ich habe die Idee der Äquivalenzklassen nun verstanden.

Ich verstehe jedoch noch nicht wieso in Frage ( Frage-Id: 437) die Anzahl der Äquivalenzklassen anders berechnet wird? Ist hier ein Entscheidungstabellentest gemeint?

Viele Grüße,

Andrej

Was ist mit einem positiven Fall?

Hallo,

Und was ist mit einem positiven Fall, wo alle Repräsentanten aus gültigen Äquivalenzklassen genommen werden, damit die Eingabemaske erfolgreich abgeschlossen werden kann?

Viele Grüße

Andrej

Hi,ich denke, dass man das

Hi,

ich denke, dass man das auch testen kann, jedoch nicht unter der Überschrift "Äquivalenzklassentest", sondern unter "Entscheidungstabellentest". Beim reinen Äquivalenzklassentest reicht es (analog einfache Anweisungsüberdeckung) für eine vollständige Testabdeckung aus pro Äquivalenzklasse einen Testfall zu definieren. Vgl. auch Glossar ISTQB zu Äquivalenzklassenüberdeckung: "Der Anteil der Äquivalenzklassen, die durch eine ausgeführte Testsuite überdeckt werden.". Die Kombination der drei Felder bedingt, dass man bei den ungültigen Äquivalenzklassen aufpassen muss, d.h. wie gezeigt nur eine ungültige ÄK pro Testfall einbauen kann.

Wo man natürlich diskutieren kann ist, ist bei der Frage: Wieviel ungültige Äquivalenzklassen gibt es für jedes Eingabefeld? Da in der Aufgabenstellung keine genaue Angaben vorliegen, ist 1 gültige und 1 ungültige schon valide. Wenn man jedoch mehr Infos hätte (z.B. Zahlenfeld) könnte man bspw. sagen, dass für jedes Eingabefeld 2 ungültige und 1 gültige ÄK vorhanden ist. Da dies insges. 3 x 2 d.h. 6 ungültige ÄK bedeuten würde, wären wir bei 6 Testfällen für vollständige Äquivalenzklassenabdeckung.

Viele Grüße,

die Redaktion

Gute Frage

In dem Buch "Software Testing Foundations" ISBN 978-1-937538-42-2 auf der Seite 115 steht folgendes geschrieben:

  • The representative values of all valid equivalence classes should be Rules for test case design
    combined to test cases, meaning that all possible combinations of valid
    equivalence classes will be covered. Any of those combinations builds a
    valid test case or a positive test case.
  • The representative value of an invalid equivalence class shall be com-
    bined only with representatives of other valid equivalence classes.
    Thus, for every invalid equivalence class an additional negative test case
    shall be specified.

Und auf Seite 120

EC-coverage = (number of tested EC/total number of EC) × 100%

Ich denke die Frage mit 100% Äquivalenzklassen Überdeckung ist recht listig weil man erwartet die 100% Überdeckung von generierten Testfällen, dem ist aber nicht so sondern es reicht tatsächlich nur wenige Tests auszuwählen die möglichst viele Klassen abdecken.

Danke für diese Frage! Durch sie musste ich mich mit dem Thema genauer auseinandersetzen!

Viele Grüße

Andrej

Hi Andrej,kein Thema. Deine

Hi Andrej,

kein Thema. Deine Frage hat mich auch zum Nachdenken gebracht und hätte mich auch fast auf's Glatteis geführt. Ich gebe dir Recht, dass die Frage ziemlich trickreich ist. Doch lieber jetzt solche Fragen, als später beim Ernstfall und mal fällt drauf rein, sage ich immer.

Viele Grüße,

die Redaktion

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