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Gegeben ist die folgende Zustandsübergangstabel...

Fragen-ID

66

test

Übungsfrage

Gegeben ist die folgende Zustandsübergangstabelle mit 4 Zuständen (S1 bis S4) und 5 Zustandsübergänge (A bis E)

 

A

B

C

D

E

S1

S2

 

 

 

 

S2

 

S1

 

 

 

S2

 

 

S1

 

 

S3

 

 

 

S4

 

S4

 

 

 

 

S1

Welcher Testfall gehört zur Menge der Testfälle, die erstellt werden müssen, um 0-switch coverage zu erreichen?

richtig

von S3 nach S4

wrong

von S4 nach S2

wrong

von S1 nach S1

wrong

von S2 von S4

Kommentare

S2 => S1 zwei mal?

Hallo,

ich verzweifel an dieser Frage.

Wieso wechselt der Status in zwei Fällen von S2 zu S1? (B und C)

 

Gruß,

Peter

 

Die Antwort ist: Viele Wege

Die Antwort ist: Viele Wege führen nach Rom. B und C sind die Wege, die nach Rom (hier S1) führen.

Viele Grüße,

die Redaktion

Sollte das nicht "von S2 NACH

Sollte das nicht "von S2 NACH S4" heißen?

Frage ist falsch gestellt, Antwortmöglichkeiten passen nicht

Hallo,

keine der Antwortmöglichkeiten ist richtig. Eine 0-Switch Coverage ist gegeben, wenn eine Menge (!) von Testfällen alle möglichen Sequenzen von Zustandsübergängen eines Zustandsautomaten mit jeweils genau einem Zustandsübergang testet.Vereinfacht ausgedrückt muss durch die Testfälle jeder Zustandsübergang einmal ausgeführt werden.

Eine 1-switch coverage ist dann analog dazu durch eine Menge von Testfällen gegeben, die alle möglichen Sequenzen von Zustandsübergängen mit genau zwei (!) Zustandsübergängen testet.

Noch ein Hinweis: Bei einem Zustandsübergang muss nicht zwingend ein Zustand verlassen und ein anderer Zustand erreicht werden, sondern es kann auch der gleiche Zustand wieder betreten werden.

 

Quelle: http://www.testingexcellence.com/state-transition-testing/

 

Die Definition auf http://blog.milsystems.de/2012/03/der-zustandsbasierte-test-nach-istqb-in-der-praxis/ ist leider falsch.

Viele Grüße

 Eike

Hallo Eike,danke für den

Hallo Eike,

danke für den Hinweis! Das mit der Menge der Testfälle, war mir bisher nicht so bewusst. Ich habe die Fragestellung umformuliert, sodass die Antwort wieder passt.

Wenn also alle Testfälle mit einem Zustandsübergang getestet wurden, erreicht man 0-switch coverage usw.

Unter http://www.rbcs-us.com/images/documents/black-ast-state-diagrams-newsletter-2.pdf findet man auch einen interessanten Aufsatz zum Thema.

Viele Grüße,

die Redaktion

Besser, aber noch nicht ganz richtig :-)

Hallo noch mal,

ich hab noch eine kleine Anmerkung: Um 0-switch coverage bei dem Beispiel zu bekommen, reicht genau ein Testfall (unter der Annahme, dass S3 ein Startzustand ist): S3 -(D)-> S4 -(E)-> S1 -(A)-> S2 -(B)-> S1 -(A)-> S2 -(C)-> S1

Als Notation hab ich hier immer Zustand -Transition-> Zustand geschrieben. In der Literatur findet man oft die jeweilige "Eingabe" über dem Pfeil von einem Zustand zum Folgezustand. Wir haben hier im Beispiel Mehrfachtransitionen, d. h. es gibt zwei Transitionen von S2 nach S1, daher hab ich hier den "Namen" der Transition über dem Pfeil notiert.

0-switch Coverage ist gegeben, da alle Transitionen einmal vorkommen. 1-switch coverage ist zufälligerweise ebenfalls gegeben, da alle möglichen Transitionsfolgen, die aus zwei Schritten bestehen, im Testfall vorkommen: (D;E), (E;A), (A;B), (B;A), (C;A). Natürlich gibt es Beispiele, bei denen mit einem Testfall 0-switch coverage abgedeckt werden, ohne dass dieser Testfall auch 1-switch coverage abdeckt. Umgekehrt ist durch eine Menge von Testfällen mit 1-switch coverage jedoch immer auch 0-switch coverage abgedeckt.

Viele Grüße

 Eike

mehrere Möglichkeiten für 0-switch coverage

Hallo Eike,

danke für die Ergänzungen! Das wird sicher den Besuchern weiterhelfen das Thema zu verstehen.

Ich verstehe jedoch gem. deiner Definition und den anderen gefundenen Definitionen die Situation so, dass ich (ähnlich wie bei den anderen Testabdeckungen, wie Pfadabdeckung, Mehrfachbedingungsüberdeckung etc.) die Abdeckung mit einem oder auch mehreren Testfällen erreichen kann. Manchmal geht es auch nur mit mehr als einem Testfall (je nach Zustandsdiagramm). Ein Testfall ist hier natürlich effektiver, jedoch sind mehrere Testfälle meiner Auffassung auch nicht falsch.

Daher habe ich die Fragestellung auf "Welcher Testfall gehört zur Menge der Testfälle, die erstellt werden müssen, um 0-switch coverage zu erreichen?" geändert. Ziel der Fragestellung war es, dass der Prüfling erkennt, dass nur eine der Antwortmöglichkeiten zur 0-switch coverage beiträgt (ohne zu sagen, dass diese damit erreicht ist).

Ich hoffe, dass dies für dich so ok ist. Deine Antwort ist natürlich auch korrekt.

Viele Grüße,

die Redaktion

0-switch-coverage = einfacher Zustandsübergang

0-switch-coverage = einfacher Zustandsübergang  lt. Tabelle

[Tsun S. Chow: Testing Software Design modeled by Finite State Machines, IEEE, May 1978]

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Johannes Hohenthaner
München

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